Tag Archives: complexity

IT explained

Mathias at openslava

Nach inzwischen mehr als zwei Jahren in sehr unterschiedlichen Rollen für George, fragen mich Freunde und frühere Weggefährten oft, was ich in der Bank denn so tue. Vielleicht erklärt’s ja mein Talk bei der openslava 2016😉

IT project management

Campus WU: Drei Jahre in drei Minuten

Drei Jahre intensive (Projekt-)Arbeit, oder physikalisch ausgedrückt: Große Masse mal hoher Geschwindigkeit mal viel Weg.

“Man muß ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.”
Ernst Bloch

Door Signs

Über 200 Stück am gesamten Campus verteilt: Starten und aktualisieren sich über Netzwerk, gehen nachts schlafen, lesen Blinden die Belegung vor und kosten dabei ein Viertel der ursprünglichen Planung.

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61 der über 200 Displays vor Ort. Die angezeigte MAC-Adresse diente als Key bei der Inbetriebnahme.

Blogs dazu:

Self Service Terminals

Zehn Selbstbedienungsautomaten vor dem Study Service Center: Eine technische Herausforderung, barrierefrei, verbesserte Usability und – nach wahnsinnig stressiger Inbetriebnahme – inzwischen stabil.

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Zwischenzeitlich haben tausende Studierende die Self Service Terminals im Library Center genutzt. (Sechs Terminals im Bild mittig; © Mathias August 2013)

Blogs dazu:

Final-Teilnahme beim Niederösterreichischen Innovationspreis.

Rooms

Dezentrale Raumbuchung für knapp 30.000 Benutzer_innen: Inhaltlich ist es Logistik pur samt dynamischer Lagerhaltung, Simulation, Statistik und passenden Visualisierungen. Rein technisch eine Herausforderung in JavaScript.

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Screenshot: User Interface der Raumbuchung für Studierende.

Blogs dazu:

Byte Bar und Leitsystem Terminals

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Die ByteBar- und Leitsystem-Terminals vor der Montage am Campus WU; Codename “Super-Toblerone”.

Surfstationen mit Login mittels berührungsloser Karte; Touchschirm, barrierefrei. Das Schwesterprojekt “Leitsystemterminal” dient zur Orientierung am Campus.

Blogs dazu:

API

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Digital Signage Screens, die prominentesten Kunden unserer Lehrveranstaltungs-Daten API.

Viele unserer Daten sind – auch öffentlich – über Programmierschnittstellen verfügbar. So greifen alle hier beschriebenen Services auf dieselben Daten zurück, überall liest dieselbe Stimme Blinden vor, überall läuft dieselbe Logik, das Design ist gleich: managing complexity eines übergroßen Projekts eben.

Identmedien RFID

Eine Studierende holt sich einen Ausweis, verschließt ihre Sachen in einem der 3.600 Spindkasteln, bezahlt anschließend bargeldlos in der Mensa und öffnet einen gebuchten Projektraum: Keine Selbstverständlichkeit, läuft aber (immer besser).

Campus GIS

Geo-Informationssystem des Campus WU: Verortung von Personen und Organisationen, Suche nach POIs, Modellierung eines Routingnetzwerks zur Navigation, Flug einer Drohne für hochauflösende Luftbilder. Tool live: gis.wu.ac.at

Detaillierte Pläne, Suche, Routing bis hin zum Buch
Im Screenshot: Detaillierte Pläne der Regale zum Auffinden von Büchern in der Universitätsbibliothek.

Thanx + Uff!

Gerne würde ich hier behaupten, ich hätte das Alles programmiert, habe aber dann doch oft nur E-Mails geschrieben oder bin in endlosen Meetings gesessen. Ich musste langweilige Ausschreibungstexte querlesen, extern erdachte Konzepte ertragen, Kostenschätzungen durchs Haus schicken, Ideen verteidigen und am Widerstand Dritter scheitern sehen… Vier Befestigungsschrauben meiner Terminals kosteten mich so ein halbes Jahr Abstimmungsaufwand.

Als im Feuer getaufter Planerschlossertischlerdesignerentwickler kann ich nun verorten, kollaudieren, ausschreiben, beschaffen, eintakten, einbringen, einkippen, und Katzen hüten. Ich habe am Weg viele beeindruckende Menschen kennengelernt und dafür bin ich dankbar.

Es war ein Heidenspaß, ein Riesenstress und manchmal auch ein Mordsärger, vor allem aber war’s einzigartig und großartig. Wann und wo wird also der nächste Campus gebaut?