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Web to speech

Eine Sache habe ich in den vergangenen drei Jahren verinnerlicht: Das Web und dessen Technologien sind unglaublich dominant, weil sie auf offenen Standards beruhen.

Folglich sind mobile Apps inzwischen oft nur noch Programme, die einen (verstümmelten) Browser öffnen. Auf unserem Selbstbedienungs-Terminal werden Webseiten eingebettet, anstatt dass wir User Interfaces in Qt oder sonstwo entwickelt hätten. Mein Fernseher rendert inzwischen HTML/CSS für sein Menü oder EPG.

Was soll man allerdings machen, wenn das User Interface natürliche Sprache (speech) ausgeben soll – etwas, was man mit JavaScript auch im Jahr 2012 nicht so richtig hinbekommt? Im konkreten Anwendungsfall, dem unten gezeigten Terminal, sollen diverse Informationen zur Orientierung von Personen sowohl für Blinde (Sprachausgabe), als auch Sehende (Klick/Touch) zur Verfügung stehen.

Meine Idee ist eine hybride Anwendung, bestehend aus zentralem Webserver, Browser und lokalem Webserver, der Sprache erzeugt. (Eine Architektur, die ich mir übrigens von der lokalen Bürgerkartenumgebung abgeschaut habe.)

rrthzert
Barrierefreies Leitsystem-Terminal auf Basis unseres Terminals, Codename Humpback. Für Blinde bzw. Personen mit Sehbehinderung soll Sprachausgabe vorhanden sein.

Ein offensichtlich langweiliger Samstagabend und ein paar Tassen Kaffee später läuft unter 127.0.0.1 ein Webserver, der das Kommando say aufruft, welches am Mac die Sprachausgabe regelt. Für Linux käme beispielsweise flite zum Einsatz. D.h. die Webseiten und der Content kommen von einem zentralen Webserver, soll allerdings Sprache ausgegeben werden, so postet die Webseite (mittels AJAX) auf den lokalen Server. Dieser hat Zugang zu Sprachsynthese und Audio. (Oder theroetisch jeder anderen Hardware, die man sich vorstellen will.)

Im konkreten Anwendungsfall könnte man sich nun etwas spielen und häufig verwendete Textbausteine professionell sprechen lassen. Nur dynamischer Content müsste dann von der Computerstimme gesprochen (synthetisiert) werden. Aber ein Proof-of concept ist’s allemal:

Wer auf einem Mac zuhause ist, sollte übrigens das hier in ein Terminal pasten – viel Spaß:

osascript -e 'say "Dum dum dum dum dum dum dum he he he ho ho ho fa lah lah lah lah lah lah fa lah full hoo hoo hoo" using "Cellos"'

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Machen wir unsere eigenen Schulden!

Als Kind war eine meiner liebsten Beschäftigungen zusammen mit meiner Oma Geld zu zählen. Jeden Abend musste im Kaffeehaus der Tagesabschluss gemacht werden, und da konnte ich ganze Türme aus Münzen bauen. Später dann galt meine Faszination mehr den handlicheren Scheinen, inzwischen tut’s auch das Online-Banking. Hochgerechnet muss ich in meinen dreißig Jahren in Summe etwa 2.5 Millionen Euro in Händen gehalten und von hier nach dort verschoben haben. Seltsamerweise habe mich die längste Zeit nicht gefragt, was ich da zu Türmen schlichte, aus Automaten hole oder dem GIS überweise.

Geld. Es gibt vermutlich kein zweites Thema, dem ebenso so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, während man gleichzeitig so wenig darüber weiß.

Seit Immobilienblase, Finanz- und Schuldenkrise interessiert mich das Thema brennend. Als Softwareentwickler mit Naheverhältnis zu den Wirtschaftswissenschaften schreibe ich hier allerdings keinen Wikipedia-Artikel über Geld.

Vielleicht ist es die logische Konsequenz des technischen Voranschreitens, vielleicht ist es aber auch die herrschende Unzufriedenheit mit dem Finanzsystem: Im Internet finden sich jedenfalls zahlreiche Experimente rund um neue Formen von Geld.

Ich glaube, das Internet wird in naher Zukunft Alternativen zum uns bekannten Geld bieten.

Neue Formen des Bezahlens

Dwolla etwa ist ein Technologie-Unternehmen, das Bargeld online überweisen lässt. Die Disagio-Sätze liegen deutlich unter jenen arrivierter Kreditkartenunternehmen, was das Selling Argument des Produkts ist. Man benötigt dafür ein mit dem Dwolla-Netzwerk verbundenes, konventionelles Bankkonto.

Damit passt Dwolla in die Reihe von Angeboten, die unsere alltägliche Welt des Bezahlens nach und nach verändern, aber wahrscheinlich nicht grundlegend revolutionieren werden. Ebenso interessant ist Jumio (eigentlich nur weil aus Österreich), oder das, was rund um NFC im Kommen ist.

Bitcoin: Nerds drucken ihr eigenes Geld

Disruptiver ist da schon Bitcoin, eine digitale Währung, die dezentral auf den Rechnern der Teilnehmer geschöpft wird. Diese müssen dazu ihre Stromrechnung in die Höhe treiben, wenn ihre Rechner an einer kryptographischen Aufgabe heiß laufen (Bitcoin number crunching auf Wikipedia). Als Ergebnis erhält man einen digital signierten, fälschungssicheren Bitcoin, der – analog zu Edelmetallen – nicht beliebig vervielfältigbar ist. Die Währung ist daher inflationssicher, was politisch motivierte Anwender als Gegenentwurf zum vorherrschenden Geldsystem anpreisen.

Man stelle sich nur vor, wir hätten alle unsere eigenen Notenpressen zuhause stehen, die mit jedem gedruckten Schein jeweils ein wenig länger zum Produzieren benötigen, um schließlich im Jahr 2033 endgültig stehen zu bleiben. Unglaublich? Bitcoin ist real und wird gegen ebenso (ir)reale Währungen gehandelt.

Was will man eigentlich vom Geld?

Ein Bezahlsystem ist meines Erachtens nach elegant, wenn es

  • anonym und
  • günstig

ist. In Österreich gibt es zwei Systeme, die diesen Ansprüchen genügen: Bargeld und Quick. In der Online-Welt gibt es keine Bezahlart, die diese Anforderungen auch nur annäherungsweise erfüllt. E-Cash wäre anonym gewesen, hätte aber ein Referenzkonto bei einer Bank benötigt. Das System ist außerdem gescheitert.

Gehen wir also zur Frage zurück, was Geld wirklich ist. Das uns heute bekannte (wertlose) Fiatgeld entstand in Europa, als der Handel am Transport zu großer Summen in Münzen scheiterte. Vertrauenswürdige Gebietskörperschaften oder Banken begannen, Geld auf Papier zu drucken, was auch für die Emittenten den Vorteil hatte, Geld aus Nichts erfinden zu können. (Das führte wiederum zu  Episoden gallopierender Inflation.) Der Wert des Gelds war ab diesem Zeitpunkt die Schuld eines anderen. Anders formuliert: Geld ist Vertrauen in die Bonität des Emittenten.

Es ist eine Versprechen auf Papier, sonst nichts. (Sehenswert: Der 10 Millionen-Schein Simbabwes rechts unten.)

Heute entsteht Geld, entgegen dem Wissen vieler Menschen, nicht ausschließlich bei den Notenbanken; ein Großteil des Geldes wird bei normalen Geschäftsbanken im Rahmen der Kreditvergabe geschöpft. Somit ist die Aufgabe der Banken folgende: Überführung einer speziellen Schuld eines Einzelnen (Wohnbaukredit von Mathias Frey) in ein global gültiges, handelbares Versprechen der Zentralbank an alle (100.000 Euro).

Dies ist die – wenn auch äußerst verkürzt wieder gegebene – Funktionsweise unseres Geldsystems seit ein paar hundert Jahren.

Zeit für ein Gedankenexperiment

In einer Welt zunehmend voller Software sind uns keine Grenzen gesetzt. Was pathetisch klingen mag, stimmt nirgendwo so sehr, wie beim Geld, da es eine ebenso modellhafte Erfindung der Menschen wie Software ist.

Und nun kommt die moderne Welt ins Spiel: Was wäre, wenn wir die Rechenleistung sowie die Datenbasis hätten, die Bonität der Schuldner online zu überprüfen? Wir müssten bei Transaktionen keine abstrakten Euros oder Dollars der Banken handeln. Wir könnten diesen Zwischenschritt auslassen und unsere eigenen Schulden handeln.

Mit Systemen wie dem Web of Trust ist die Infrastruktur dafür vorhanden.

Wenn also Raiffeisen Rudolf Taschner von den Vorzügen kleiner Einheiten sprechen lässt, dann denken wir diesen Gedanken konsequent zu Ende: Die kleinste Einheit sind wirtschaftliche Individuen wie Privatpersonen oder Unternehmen. Könnten diese ihre eigenen Schulden handeln, wäre es zumindest eine interessante Idee.

Ich muss mir dann eben ein paar Münzen aufheben, damit ich auch im Alter noch Türme stapeln kann. Alles geht eben nicht digital.

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Von Software-Qualität und Eisbergen

In Kürze gehen zwei unserer Anwendungen in Testbetrieb (gebloggt und nochmal gebloggt). Nach wochenlanger Entwicklungsarbeit naht nun der Moment, den ich so hasse: der Moment des ersten, überhasteten Feedbacks.

Ich will diesen Moment als Eisberg-Moment bezeichnen. Er findet da statt, wo Endbenutzer oder Auftraggeber erste Rückmeldungen zum Softwareprodukt liefern. Rückmeldungen, die lediglich die sichtbaren Merkmale der Software betreffen und somit den Großteil der Anstrengungen außer Acht lassen.

Auch wenn Usability-Leute behaupten, the interface is the product, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Insbesondere über einen Bewertungszeitraum, der länger als fünf Minuten – in unserem konkreten Fall hoffentlich mehr als fünf Jahre – dauert, spielen ganz andere Faktoren die Hauptrolle:

  • Investitions- und Wartungskosten; die IT ist schließlich ohnehin personalintensiv.
  • Wartbarkeit
  • Security
  • Verfügbarkeit
  • Konsistenz/Integrität
  • usw. (…) Nur eben nicht Logos, Schriftarten und oder Ränder drumherum.

Kurzum, mein Kollege Dennis und ich haben den Eisberg auf einem Whiteboard verewigt. Unter der Oberfläche liegen die unbeachteten Merkmale von Software-Qualität. Auf der x-Achse haben wir die investierte Arbeitszeit aufgetragen; auf der y-Achse (zugegeben etwas sarkastisch) das Geld, das man mit den jeweiligen Services verdienen kann.

Qualitätsmerkmale von Software(-projekten) und was davon für Außenstehende sichtbar ist. Der "Eisberg-Moment", ein künftiger Management-Klassiker.

Der Eisberg-Moment ist übrigens das Gegenteil des black triangle moments.

Edit 1: Ich bin übrigens der Meinung, dass Feedback wichtig ist. Es sind nur diese ersten Rückmeldungen, die mich immer und immer wieder an den Rand der Verzweiflung treiben…

Edit 2: Passend zum Thema, dass Feedback qualitativ sehr unterschiedlich sein kann: TornadoGuard bei xkcd.

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Gegenseitige Personalevaluierung

Im Rahmen der Vertiefung IT-Systeme des Studiengangs Personal- und Wissensmanagement der FH-Wien durften sich “meine” Studierenden Gedanken zu einer fiktiven Software zur Personalbeurteilung machen. Das Tool wurde agil nach Scrum “entwickelt”.

Die Storyline dazu: In einer Welt mit immer weniger Fließband- aber immer mehr “Wissensarbeitern” ist die Evaluierung der Arbeitsleistung deutlich schwieriger geworden. Ein gegenseitiges Evaluieren unter KollegInnen könnte hier einen Beitrag leisten…

Spielregeln des Tools leicht verständlich visualisiert

“Mitarbeiter können sich über das Bewertungsschema anhand einer leicht verständlichen Grafik informieren.”


KollegInnen bewerten KollegInnen

“Wir befinden uns in der Beurteilungsmaske für einen Kollegen – der entsprechend zutreffende Satz (= eine Kompetenz) wird ausgewählt, im Hintergrund findet die Zuordnung zu Sozial-, Fach- und Methodenkompetenz statt. Unter dem Button „Rules&Regulations“ sind der Ablauf der Bewertung dargestellt sowie die Regeln des Systems abgebildet.”


Auswertung pro Mitarbeiter nach Kompetenzfeldern

“In dieser Maske sind die Beurteilungen, die für einen selbst abgegeben wurden, zu sehen. Bei Mouseover erscheint der, der jeweiligen Kompetenz zugeordnete, Satz. Der Mitarbeiter hat hier die Möglichkeit, via Button zurück zu seiner persönlichen Startseite („Zum eigenen Cockpit“) oder zur Beurteilung eines Kollegen („Beurteilung Kolleg/innen“) zu gelangen.”


Die gegenseitigen Bewertungen werden für Führungskräfte nach Kompetenzen gegliedert ersichtlich

“Führungskräfte haben Zugriff auf die Netzwerkanalyse. Die unterschiedlichen Farben stellen die Ausprägung der jeweiligen Kompetenzen pro Mitarbeiter dar, die Pfeile zeigen, wer wen und welche Kompetenz der Person beurteilt hat. Je dicker die Linie des Pfeils, desto häufiger wurde diese Kompetenz gewählt.”


Aggregation auf das gesamte Unternehmen

“Die Unternehmensleitung hat die Möglichkeit, auf die Netzwerkanalyse der gesamten Organisation zuzugreifen.”


Vielen Dank an:

  • Veronika Fritzsche
  • Alfred Hribar
  • Erika Reisenegger (Scrum Master)
  • Katja
  • Marianne Wagner
  • Marlies Zisser
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Usability Redesign von HR Systemen

HR-Systeme waren mitunter der Raketentreibstoff im Siegeszug der elektronischen Datenverarbeitung. Aber das ist nun auch schon eine Weile her. Dieses Alter gepaart mit der Komplexität der Materie resultiert in inzwischen nicht mehr ganz so guten User Interfaces.

“Meine” Studierenden der FH-Wien sind daher angetreten, die Welt vor allzu schlimmen UIs zu retten:

Probleme beim aktuellen System

Eine dieser Rettungsaktionen befasste sich mit einem Management Information System (MIS) einer österreichischen Großbank. Führungskräfte haben hier aktuellen Überblick über 30+ MitarbeiterInnen. Dass das Ding nicht besonders übersichtlich ist, muss man wohl nicht noch anführen…


Auf Papier entsteht ein neuer Vorschlag

Auf Papier wurde begonnen an einer verbesserten Version zu arbeiten. Vergleiche zwischen den MitarbeiterInnen oder auch mehrerer Indikatoren gleichzeitig sollten auf einen Blick möglich sein. Die wertvollen Grundstückspreise am Bildschirm sollten optimal genutzt werden.


Die fertige Version 2.0

Der Vorschlag wurde in einen Powerpoint-Mockup überführt, wo man nun viele kleine Features wie Sortierungen, Mouseover-Informationen, etc. erahnen kann.


In SAP werden anscheinend 12 Masken für den Eintritt eines MA benötigt...

Ein anderes Team beschäftigte sich mit den Usability-Wehwehchen typischer Personalabteilungen. Der offensichtlich nicht unübliche Geschäftsfall des Eintritts eines neuen Mitarbeiters bedingt beim Marktführer das Ausfüllen von 12 Masken. Hoher Zeitaufwand und Eingabefehler sind somit garantiert… Der grundlegende Fehler: HR-Systeme orientieren sich an den Tabellen, die im Hintergrund liegen und nicht an den Bedürfnissen jener, die im Vordergrund an den Tastaturen sitzen.


Aus 12 mach' 1!

Die persönlichen Erfahrungen, ein paar Diskussionen und ein, zwei Artikel über Usability später: Die wirklich wichtigen Daten passen in eine Maske. Das Programm muss sich um das Speichern in den Tabellen im Backend kümmern, nicht der User. Detailinformationen lassen sich zusätzlich hinter Overlays oder Slides verstecken.


Ein grafischer Kalender samt Drag & Drop erleichtern die Arbeit

Das Eintippen von Datumsangaben ist besonders bei der Abwesenheitsverwaltung mühsam. Da sich innovative Peripheriegeräte wie PC-Mäuse im Jahr 2011 inzwischen langsam durchsetzen, ist auch hier dringend Abhilfe zu leisten.


Vielen Dank an:

  • Gerda Hartwagner
  • Iris Mechtler
  • Renate Milewski
  • Claudia Retzl (Scrum Master)
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Hacking Vienna, oder wie man Wien autofeindlicher macht

Eine Woche zurück aus Amsterdam – ich bin nach wie vor von der Lebensqualität dieser Stadt begeistert! Einer Lebensqualität, die in unmittelbarem Zusammenhang zum geringen Autoverkehr steht. Die Leute radeln zur Arbeit, erledigen ihre Einkäufe zu Fuß, an gemütlichen Straßenecken wird gesessen und geplaudert. Mein Lebensmittelpunkt hier in Wien entlang der U6 und damit dem Gürtel könnte kein krasserer Unterschied sein…

Während ich also im verkehrsbelasteten Wien Christoph Chorherrs Blog zu Mobilität und Bauen hoffnungsvoll verfolge, sehe ich zwei Grundannahmen grüner Verkehrspolitik etwas anders:

“Es soll mehr Möglichkeiten für Radfahrer geben.”

Zur ersten Forderung ist zu sagen, dass ich meinen Arbeitsweg mit dem CityBike gratis von Tür zu Tür erledigen könnte. Aber dennoch tue ich es nicht. Grund ist, dass ich mich in Wien als Radfahrer unsicher fühle. Ich steige erst um, wenn der Straßenverkehr nachgelassen hat. (Wohlgemerkt, mein Umstieg wird von der U-Bahn aufs Rad erfolgen.)

Der öffentliche Verkehr muss attraktiver werden.

Diese zweite Forderung ist schlicht nicht zu erfüllen. Ein Kantinenessen wird nie die Befriedigung eines Á la carte Menüs bringen. Um bei der kulinarischen Metapher zu bleiben, muss daher zumindest das zweite Menü teurer werden (Kostenwahrheit), oder aber könnte es empfindlich länger dauern, bis es serviert wird.

Kurzum: Wien muss daher aktiv autofeindlich und fußgängerfreundlich sein!

Ein kleiner Hack mit großer Wirkung (?)

Als Softwareentwickler liebe ich Lösungen, die günstig, effektiv und notfalls auch reversibel sind. Glücklicherweise gibt es auch im Verkehr immer mehr Software und damit Möglichkeiten, mit wenig Eingriffen sehr viel zu ändern.

Während also über aufwendige Änderungen der STVO, Radstraßen usw. diskutiert wird, wäre meine erste Lösung ein Softwareupdate in der Verkehrsregelung. Sobald ein Fußgänger elektronisch erkannt wird (Kameras, Druckknopf) sollte jede Fußgängerampel ohne Rücksicht auf Wartezeiten der Autofahrer auf grün schalten.

Die Lösung, wenn auch nur ein kleiner Schritt, wäre wohl sehr schnell zu implementieren. Und wenn es dann eines Tages die Autofahrer in die öffentlichen Verkehrsmittel treibt, dann kann ich endlich den Gürtel entlang radeln. (Würden mich nicht andauernd diese querenden Fußgänger stören…)