Ich bin da mal weg

Unser kleiner Philip geht mit schnellen – wörtlich! – Schritten auf seinen ersten Geburtstag zu. Mitte des Jahres sind wir umgezogen, das Umbauprojekt bis dorthin war auch nicht ohne Mühen. Meine Firma ist inzwischen im dritten Geschäftsjahr und auch da geht’s rund. Kurzum, im vergangenen Jahr gab es kaum Zeit zum Luftholen.

Doch ein großes Experiment steht nun bevor: Väterkarenz, oder in meinem Fall einfach nicht arbeiten und fünf Monate lang Kinderbetreuungsgeld kassieren. Sofern sich meine Sozialversicherungsanstalt doch noch über die bislang schriftlich angekündigten 33 EUR Tagsatz hinaus bewegt, wird das sogar ein ganz lukratives Geschäft.

Abseits der Finanzen steht aber eine ganz andere Frage im Vordergrund: Was tut man eigentlich fünf Monate mit sich selbst?

Denn ein wenig den Nachwuchs an- und auszuziehen, wickeln, singen und spielen kann einen wie mich doch keinesfalls auslasten! Und dass die Frau Mutter da seit einem Dreivierteljahr anderes berichtet, ist ja ohnehin das übliche, weibliche Lamentieren. Pah!

ftz
Fünf Monate hauptverantwortlich für meinen Sohn – verhungern soll er jedenfalls nicht.

Ab 1. Oktober stehen am veranschlagten Tagesprogramm nun Wandern mit Sohn und jedenfalls ganz viel mehr Sport ohne ihn. Wieder mal etwas Programmieren muss ebenso drin sein wie das Treffen viel zu selten gesehener Freunde. Der Bücherstapel für ruhige Momente – wenn er schläft oder sich mal eine Stunde selbst beschäftigt – ist über einen Meter hoch.

Nebenbei muss die Firma weiterlaufen, weil ich natürlich mit unglaublich viel Herzblut in laufenden Projekten drin stecke, und mit meinem Freund Wolfgang Haselmaier hab’ ich ohnehin ein ganz besonderes Vorhaben in der Pipeline.

Eine Affäre mit einer gelangweilten Mutter, die mir Philip im MQ aufgabelt, steht überdies am Geheimprogramm, aber das schreib’ ich natürlich nicht in meinen Blog. Meine Isabella werde ich jedenfalls mit gut geführtem Haushalt und selbst gekochten Köstlichkeiten bei Laune halten, die paar Minuten täglich dafür werden sich schon ausgehen.

Und während ich das hier so schreibe, fällt mir mein Lieblingszitat des großartigen John Lennon ein.

life is what happens to you while you’re busy making other plans

John Lennon

(Ach ja, dessen komplettes musikalisches OEuvre sollte ich mir auch wieder mal in Ruhe anhören…)

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